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Wirtschaft widerspricht

Haltung: Wofür ich arbeite und wofür nicht

PHOENIXSEO steht im Verzeichnis der Initiative Wirtschaft widerspricht. Hier stehen das vollständige Statement, die drei Kriterien und das Prüfverfahren.

PHOENIXSEO steht seit dem 20. Oktober 2026 im Verzeichnis der Initiative „Wirtschaft widerspricht — Werte vor Umsatz”. Auf dieser Seite steht, was das bedeutet: mein Statement im Wortlaut, die Kriterien, nach denen die Initiative prüft, und die Grenze, die ich bei Aufträgen ziehe. Wer wissen will, wofür dieser Betrieb steht, findet hier die Belege statt einer Behauptung.

Zeichen der Initiative Wirtschaft widerspricht — Werte vor Umsatz

Mein Statement im Verzeichnis

So steht es dort, wörtlich:

Ich mache Marketing für Unternehmen, die etwas Reales anbieten — und ich will wissen, mit wem ich arbeite. Wer Menschen wegen ihrer Herkunft, Religion oder sexuellen Orientierung abwertet, bekommt von mir keine Website, keine Kampagne und keinen Rat. Auch dann nicht, wenn das Budget stimmt.

Ich schreibe Texte, die Vertrauen aufbauen sollen. Das kann ich nicht glaubwürdig tun, wenn ich gleichzeitig für das Gegenteil arbeite. Deshalb lehne ich solche Anfragen ab und sage hier offen, warum.

Was das konkret heißt

Ich arbeite nicht für Betriebe, deren Geschäftsmodell darin besteht, Menschen wegen ihrer Herkunft, Religion oder sexuellen Orientierung abzuwerten, und ich schreibe keine Texte, die das stützt. Zeigt sich so etwas erst im laufenden Projekt, beende ich die Zusammenarbeit und sage, warum. Das ist mir bisher selten passiert, und es ist nie ein Streit gewesen: Meistens war die Anfrage einfach nicht ernst gemeint.

Wichtig ist die Richtung dieser Entscheidung. Sie sagt, wem ich absage. Sie sagt niemandem, wo er nicht einkaufen soll.

Die Initiative

Getragen wird „Wirtschaft widerspricht” von der Adviris GmbH & Co. KG aus Aschaffenburg, angestoßen von Marie Christina Schröders. Das Ganze läuft in der Pilotphase. Im Verzeichnis stehen aktuell 228 Unternehmen, vom Ein-Personen-Betrieb bis zum Mittelständler, und nach Angabe der Initiative achten rund 3.300 Menschen auf das Zeichen.

Das Zeichen ist ein Orientierungszeichen, keine Zertifizierung. Wer aufgenommen werden will, beantwortet drei Kriterien und durchläuft eine Sichtprüfung an fünf festen Punkten mit zehn Minuten Zeitbudget. Bei Unklarheiten gibt es eine Rückfrage statt einer Ablehnung; bleibt die Antwort 21 Tage aus, ruht der Status. Abgelehnt wird erst nach Anhörung. Mein Eintrag gilt bis zum 20. Oktober 2027 und muss danach per Klick bestätigt werden, sonst endet er.

Alle Einträge und den aktuellen Stand findest du im Verzeichnis der Initiative.

Die drei Kriterien

Die Aufnahme hängt an drei Bedingungen. Die erste: die AfD klar ablehnen. Wer Kontakte zu AfD-nahen Strukturen hat, beendet sie. Und die Haltung wird nach außen sichtbar, nicht nur intern. Die zweite: ein öffentlich einsehbares Statement. Es bekennt sich zu Menschenwürde und Demokratie, mit klarer Distanz zu menschenfeindlichen Ideen. Die dritte: ein respektvoller Umgang mit allen, mit denen man arbeitet. Egal welches Geschlecht, welche Herkunft, welche Religion, welche sexuelle Orientierung. Das dritte Kriterium wird an der Betriebsgröße gemessen, denn von einem Ein-Personen-Betrieb erwartet niemand eine vielfältige Belegschaft.

Was hier ausdrücklich nicht passiert

Die Initiative ruft zu keinem Boykott auf. Sie führt keine Liste von Gegnern und fordert niemanden auf, bei jemandem nicht zu kaufen. Geprüft werden weder die Gesinnung einzelner Mitarbeitender noch das Wahlverhalten von Inhabern, noch Geschäftsbeziehungen, die nicht öffentlich erkennbar sind. Auf dieser Seite stehen keine Namen Dritter. Es geht um eine einzige Entscheidung: wem ich meine Arbeitszeit verkaufe.

Rede mit mir

Wenn du wissen willst, ob wir zusammenpassen, frag einfach. Ein offenes Gespräch kostet nichts, und die unangenehme Frage ist billiger am Anfang als in Woche sechs. Die ausführliche Begründung, warum ich das auch kaufmännisch für die bessere Entscheidung halte, steht im Magazin.