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Stell dir vor, du räumst deinen Kleiderschrank auf. Instinktiv packst du Socken in die Schublade „Socken“ und Hemden zu „Hemden“. Wenn du jemanden zu deinen Socken führen willst, sagst du: „Schlafzimmer > Kommode > Schublade oben links > Socken“.
Das ist logisch. Und genau deshalb machen fast alle Shop-Betreiber und Webseiten-Besitzer einen entscheidenden Fehler, wenn es um ihre URLs geht.
Sie bilden ihre Lagerstruktur 1:1 in der Adresszeile ab. Das sieht dann so aus: domain.de/herren/schuhe/sneaker/nike-air-max
Das fühlt sich ordentlich an. Aber im digitalen Raum ist diese Ordnung eine Falle.
Früher dachten wir, Google braucht diese Pfade, um den Kontext zu verstehen. Wir dachten, die URL muss wie ein Brotkrumen-Pfad (Breadcrumb) funktionieren.
Das Problem ist: Deine Webseite ist kein statisches Lagerhaus. Sie ist ein lebendiger Organismus. Produkte ändern sich, Kategorien werden umbenannt, Sortimente verschieben sich.
Wenn du deine URLs starr hierarchisch aufbaust (/kategorie/produkt), kettest du dein Produkt an einen Ort.
Das führt zu drei massiven Problemen:
domain.de/shop/kategorie/unterkategorie/saison/produkt ist für Suchmaschinen Rauschen.Moderne Systeme wie Shopify haben es vorgemacht, und Riesen wie Amazon oder Otto haben es perfektioniert.
Die Lösung ist radikal einfach: Trenne das „Was“ vom „Wo“.
Das Produkt (das „Was“) bekommt eine feste, unveränderliche Adresse, die sich nur um das Produkt kümmert. Die Kategorie (das „Wo“) ist nur ein Filter, kein fester Wohnsitz.
So sieht eine „flüssige“ URL-Struktur aus:
domain.de/schuhedomain.de/p/nike-air-maxSiehst du den Unterschied? Das Produkt ist nicht mehr in der Kategorie „Schuhe“ gefangen. Es steht für sich selbst.
domain.de/p/nike-air-max. Deine Google-Rankings bleiben stabil.otto.de/p/waschmaschine-xyz sagt Google sofort: Hier geht es um eine Waschmaschine.Schau dir die Großen an. Sie kämpfen mit Millionen von Produkten. Sie können sich kein Chaos leisten.
/p/ als Anker: otto.de/p/produktname. Kurz, knackig, stabil.Widerstehe dem Drang, deine interne Orgastruktur in die URL zu pressen. Dein Lagerist muss wissen, in welchem Regal die Ware liegt. Dein Kunde (und Google) will nur wissen, wie das Produkt heißt.
Die goldene Regel: Die URL sollte so kurz wie möglich sein, aber so sprechend wie nötig. Wenn du ein Produkt verschiebst, und die URL muss sich ändern, war deine Struktur falsch.
Bau deine Pfade für die Ewigkeit, nicht für die aktuelle Saison.