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Es ist ein Ritual, das in den Konferenzräumen unzähliger mittelständischer Unternehmen jede Woche stattfindet. Dein Marketing-Team präsentiert den Report für den letzten Monat. Die Stimmung ist optimistisch. Die Graphen zeigen nach oben: Der Website-Traffic ist gestiegen, die Anzahl der Social-Media-Follower hat einen neuen Höchststand erreicht, und die Reichweite der letzten Kampagne war beeindruckend.
Du als Geschäftsführer nickst, versuchst, die positive Energie zu teilen, aber eine nagende Diskrepanz lässt dich nicht los. Du blickst auf deine wirklich harten Zahlen – die Umsatzentwicklung, die Marge, die Anzahl der qualifizierten Neukunden – und dort siehst du kein entsprechendes Wachstum. Es fühlt sich an, als würdest du zwei verschiedene Geschichten hören. Und das tust du auch.
Du bist Opfer einer der teuersten und am weitesten verbreiteten Krankheiten im modernen Marketing geworden: der Jagd nach den falschen Zielen, den sogenannten „Vanity Metrics“ (Eitelkeitsmetriken).
Diese Kennzahlen sind wie ein Tacho, der nur die Motordrehzahl anzeigt, aber nicht die Geschwindigkeit des Autos. Sie erzeugen eine Menge Lärm und das Gefühl von Aktivität, sagen aber nichts darüber aus, ob du dein Ziel tatsächlich erreichst. Wenn du lernst, den Unterschied zwischen diesen Eitelkeitsmetriken und echten, geschäftsrelevanten Key Performance Indicators (KPIs) zu erkennen, ist das der erste Schritt, um dein Marketing von einem undurchsichtigen Kostenfaktor in eine berechenbare Wachstumsmaschine zu verwandeln.
Diese Kennzahlen sind nicht per se schlecht, aber sie sind trügerisch, wenn sie als primäres Erfolgsmaß herangezogen werden.
1. Website-Traffic (Besucherzahlen)
2. Social-Media-Follower & Likes
3. Keyword-Rankings
Um aus der Eitelkeits-Falle auszubrechen, musst du eine Kette von Kennzahlen etablieren, die eine direkte, logische Brücke von der ersten Marketing-Aktivität bis zum Geldeingang auf deinem Konto baut.
Stufe 1: Die Qualität der Reichweite messen
Hör auf, nur den Traffic zu zählen. Fang an, seine Qualität zu bewerten.
Stufe 2: Die Konversion vom Besucher zum Lead messen
Das ist der erste, entscheidende Übergabepunkt. Wie viele der qualitativ hochwertigen Besucher werden zu greifbaren Interessenten?
Stufe 3: Die Konversion vom Lead zum Kunden messen
Hier wird die Brücke zum Vertrieb geschlagen. Dies sind die Zahlen, die dein Vertriebsleiter lieben wird.
Die Königs-KPI: Die ultimative Kennzahl für profitables Marketing
Wenn du nur eine einzige Kennzahl zur Steuerung deines Marketings haben dürftest, wäre es diese: Das Verhältnis von Customer Lifetime Value (CLV) zu Customer Acquisition Cost (CAC).
Ein gesundes Unternehmen hat ein CLV:CAC-Verhältnis von 3:1 oder höher. Das bedeutet, für jeden Euro, den du ins Marketing steckst, bekommst du mindestens drei Euro zurück. Diese Kennzahl macht den Erfolg deines Marketings unanfechtbar und jede Diskussion über „zu teures Marketing“ überflüssig.
Deine Aufgabe als Geschäftsführer ist es nicht, die Details jeder Marketing-Metrik zu kennen. Aber es ist deine Aufgabe, die richtigen Fragen zu stellen und eine Kultur zu fordern, die sich auf Geschäftsergebnisse konzentriert, nicht auf Eitelkeiten.
Fordere von deinem Team oder deiner Agentur eine klare Antwort auf die Frage: „Wie genau zahlt diese Aktivität auf unseren CLV:CAC-Quotienten ein?“
Wenn du eine klare, datengestützte Antwort erhältst, bist du auf dem richtigen Weg. Wenn du ausweichende Antworten oder eine Wolke aus Fachjargon bekommst, weißt du, dass du in der Eitelkeits-Falle steckst. Der erste Schritt, um aus ihr herauszukommen, ist, sie zu erkennen.