Warum Home-Offices erfolgreicher sind

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PHOENIXSEO ist ein Home-Office betriebenes Unternehmen. Und das ist gut so. Denn so kann ich für Sie länger und tiefergehender über bestehende Aufgabenstellungen nachdenken als jemand, der Punkt 17:45 Uhr das Büro verlässt.

Nach meiner Erfahrung gibt es keine wirkliche Trennung von "Privat" und "Geschäftlich"; Aufgabenstellungen aus dem "geschäftlichen" greifen auch in die "private Zeit" ein und umgekehrt. Das Gehirn hört nicht auf, über eine Sache nachzudenken, nur weil es jetzt nicht "die richtige Zeit" dazu ist. Es dreht sich alles um logische und kontextuelle Zusammenhänge.

Sie haben diese Erkenntnis eventuell schon selbst erfahren, indem Ihnen beim Duschen plötzlich die Idee zur Lösung eines Problemes vom Vortag oder einem noch längeren Zeitraum einfällt. Das Gehirn verarbeitet permanent Informationen und sucht selbständig nach Mustern und Zusammenhängen, um alte und neue Lösungswege zu evaluieren. Der Schlaf des Menschen dient einzig dem Zweck, eine größere Menge an Informationen zu verarbeiten.

Heimarbeit steigert nachweislich die Produktivität, aus folgenden Gründen:

  • Schaffens- und Ruhephasen können selbst bestimmt werden
  • Die gesamte Arbeitszeit kann selbst bestimmt werden
  • Überraschenderweise ist der Qualitätsanspruch selbstbestimmter Arbeit höher als fremdbestimmte.
  • Die Arbeitszeit kann flexibel an persönliche Umstände im Tagesablauf angepasst werden.
  • Wesentlich höhere Selbstzufriedenheit. Gute Laune ist die Regel, nicht die Ausnahme.
  • Positiv gestimmte Grundhaltung führt zu besseren Ideen
  • Keine Verschwendung von Zeit auf dem Arbeits- und Nachhauseweg

Denken Sie z.B. an all die wundervollen Dinge, die Menschen in ihrer sog. Freizeit, bei Hobbies, herstellen. Der eigene Anspruch an die Qualität eines abzuliefernden Ergebnisses ist wesentlich höher, wenn diese Arbeit selbstbestimmt ist. In Büroumgebungen, vor allem in größeren, neigen Menschen dazu, nur einen Bruchteil ihrer "Anwesenheitszeit" wirklich produktiv zu sein.

Die Arbeitszeit ist nur ein Teil der tatsächlichen Lebenszeit. Diese Lebenszeit sinnvoll zu nutzen führt zu einer wesentlich höheren Zufriedenheit und somit zu besseren Ergebnissen in der Leistung. Niemand kann auf "Knopfdruck" ab Punkt 9 Uhr morgens sinnvolle Arbeit leisten. Das, was dort erledigt wird, ist meist administrative Tätigkeit wie das Erledigen der Ablage, das Lesen und Beantworten von E-Mails etc.

Dabei kommt es bei der Arbeit ja eigentlich nur auf die tatsächlich fakturierbare Zeit an, die wiederum nur ein Teil der Arbeitszeit ist.

Wie ich selbst arbeite

Die Natur meiner Arbeit besteht im Grunde genommen darin, über Dinge nachzudenken und Lösungen zu finden. Ich bin Berater für erfolgreiches Online-Marketing durch Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA). Dies ist zum Teil ein analytischer, zum anderen Teil ein kreativer Prozeß. Dies geschieht am besten zu Zeiten, in denen ich selbst dazu bereit bin, nicht auf Knopfdruck. Das kann morgens um 7 der Fall sein, aber auch abends oder nachts um 3. Meiner Natur nach bin ich eher ein Nachtmensch. Nachts habe ich die notwendige Ruhe, um über Dinge nachzudenken. Niemand ruft an, niemand schreibt SMS oder E-Mails.

Natürlich bedeutet das nicht, daß Sie mich Tag und Nacht anrufen können. Nur einen Bruchteil meiner Arbeitszeit biete ich als Sprechzeit an. Meine Arbeit besteht darin, Dinge zu überdenken oder zu erstellen. Sie besteht nicht darin, von früh bis spät "gut erreichbar" zu sein. Zudem folgt meine Schlaf-/Wachphase einem natürlichen Rhythmus, der dazu führt, daß ich entweder von 12 Uhr bis 03 Uhr oder von 07 Uhr bis 22 Uhr (oder irgendwas dazwischen) aktiv bin. Die Arbeitszeit liegt dabei jeweils in Bereichen innerhalb dieser Wachphase.

Vom Zeitbetrag her sind die Zeiträume gleich. Interessanterweise ist jedoch der Anteil an fakturierbarer Zeit höher, wenn ich in der Spät-Wachphase bin. Ganz einfach aus dem Grunde, daß es weniger Ablenkung und Externe Kommunikation ab 20 Uhr gibt.

Wachphase > Arbeitszeit > Fakturierbare Zeit

Typischerweise wache ich selbst frühmorgens oder mittags auf - in Abhängigkeit vom vorherigen Tag -, mache mir einen leckeren Cappuccino und beginne direkt mit der Arbeit. Nach einer schnellen Durchsicht meiner E-Mails nach Wichtigem mache ich mich direkt an die fakturierbare Arbeit. Mein "Sortierter Posteingang" von Googlemail hilft mir dabei, (wirklich) wichtige E-Mails von Benachrichtigungen, Werbung, Spam und anderen Dingen, die Zeit zur Beantwortung oder Löschung haben, zu trennen und den Überblick zu wahren. Zudem bin ich nicht Arzt oder Feuerwehrmann, die auf Abruf sofort irgendeine Aktion bei einem Notruf durchführen müssen. Wichtigkeit ist also sehr relativ.

Nachdem ich - in Abhängigkeit von der aktuellen Schaffenskraft oder auch Inspiration - einige Aufgaben erledigt habe, widme ich mich kurz administrativen Dingen und gehe dann zum Essen in ein kleines italienisches Restaurant, in dem mich jeden Tag frische und abwechslungsreiche Kost in hoher Qualität erwartet. Danach erledige ich dann Einkäufe in der Stadt und setze mich wieder an den Schreibtisch, um bereits Dinge für die nächsten Tage zu planen oder weitere Aufgaben zu erledigen.

Zu welchen Ergebnissen kommen andere?

Nun ist es einfach, dies alles zu behaupten. Sehen Sie sich als beispielhaften Beweis das Konzept einer erfolgreichen Unternehmung an, die dieses Credo lebt: 37signals ist der Hersteller guter und erfolgreicher Software, z.B. BaseCamp, einer Projektverwaltungssoftware, die bei über 350.000 Firmen im Einsatz ist, unter anderem bei der NASA, adidas, WWF, DHL, Kellog's, Nike, National Geographic.

Basecamp wird von Menschen aus 26 Städten über den gesamten Globus verteilt entwickelt, siehe hier: https://basecamp.com/about

37signals (die Firma hinter Basecamp) hat ein Buch über Heimarbeit verfasst, das auf Platz #1 in 3 Business Kategorien bei Amazon steht: Remote. Office Not Required, siehe hier: http://37signals.com/remote/

Schauen Sie sich dieses Video von Basecamp an, in dem die Mitarbeiter und deren Art zu arbeiten vorgestellt wird.

Fazit

Ich schaffe mehr (fakturierbare) Arbeit in kürzeren (Kalender)zeiträumen als Büroangestellte, deren Qualität meist oberhalb vergleichbarer Arbeit von Angestellten liegt. Ich bin normalerweise in einer entspannten, gut gelaunten und positiven Stimmung, die mich grundsätzlich neuen Dingen und Lösungsansätzen aufgeschlossen gestimmt begegnen lassen. Ich hatte mein Geschäft Anfang 2014 komplett neu starten müssen, da mein Geschäftspartner mit mir brach und alte und neue Bestandskunden mit sich nahm. Ich habe mich 2014 nicht nur selbständig versorgt, sondern auch Überschüsse erwirtschaftet, die mich in die Lage versetzten, andere finanziell zu unterstützen und mir selbst eine lang ersehnte Anschaffung ermöglichte.

Abgesehen davon habe ich das Geschäft meiner neuen Kunden teilweise um ein Vielfaches verbessert. Ausnahmslos alle meine neuen Kunden sind mit meiner Arbeit mehr als zufrieden und lassen mich auch zu höheren Preisen ihr Geschäft weiter entwickeln.

Mein Tagesablauf könnte nicht besser sein. Das richtige Maß an Arbeit und Entspannung führt zu einem zufriedenerem, erfüllterem Leben. Ich versuche nicht, meine Erwartungen im Leben erst im Rentenalter zu erfüllen und bis dahin so hart wie möglich zu arbeiten, damit es mir "später gut geht". Mir geht es jetzt schon jeden Tag gut.

Diese Art zu Arbeiten wird durch das Internet ermöglicht und betrifft alle Arbeiten, bei denen man nicht persönlich vor Ort zugegen sein muß; große Teile der Dienstleistungungen und Beratungsleistungen können "remote" durchgeführt werden. Schlußendlich sorgt dieser Ansatz auch für effizientere Zeitnutzung, das Einsparen von Kosten wie z.B. Reisekosten, schont Umwelt-Ressourcen und Nerven.

Ziel von Arbeit ist das Erfüllen von Aufgaben, nicht die Anwesenheitszeit an einem Schreibtisch.

EDIT 10.04.2015: Artikel auf heise.de über Flexibles Arbeiten

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